Abläufe vereinfachen durch Komplexitätsmanagement

Komplexitätsmanagement ist der Begriff für Managementmethoden, bezeichnet jedoch auch den Sachverhalt von gewissen Managementarten, die auf der Grundlage von Wahrscheinlichkeiten und Unsicherheiten entstehen. Das Anforderungsmanagement von Komplexitäten steht als Organisation mit einem dynamischen System bereit. Die Verbindung mit der Umwelt wird mit qualifizierten Instrumenten gewährleistet. Diese stabilisieren die interne systemische Dynamik, indem sie Quasi-Objekte ausbilden, die auch als Attraktoren, Ordner oder objects of Eigenbehaviour bezeichnet werden.

Abläufe vereinfachen durch Komplexitätsmanagement

Die Herausforderung im Informationsmanagement

Das Anforderungsmanagement bietet zahlreiche Herausforderungen. Unternehmen bieten immer mehr Produkte in ihrem Sortiment an, damit sie auch Nischen bedienen können. Damit lassen sich Kundenwünsche noch individueller erfüllen. Parallel dazu erhöht sich auch die Bandbreite an Komponenten und Bauteilen. Das sorgt für deutlich mehr betriebliche Komplexität. Diese wirkt sich auf die Prozessqualität und Kosten in negativer Weise aus. Daher ist Informationsmanagement mit Methoden Engineering erforderlich.

Sind keine Ziele in Bezug auf die Vielfalt oder mangelndes Variantencontrolling vorhanden, werden keine intelligenten Methoden oder Werkzeuge eingesetzt, um die Komplexität zu beherrschen, so müssen Unternehmen große Herausforderungen bewältigen. Häufig werden dann Lösungen ausgearbeitet, die nicht untereinander abgestimmt sind und nur gewisse Bereiche in Unternehmen betreffen. So lässt sich die Komplexität jedoch nicht bewältigen. Vielmehr müssen gesamtheitliche Konzepte erstellt werden, die sich mit dem kompletten Wertschöpfungsprozess und anderen Unternehmensprozessen beschäftigen.

Ziele des Komplexitätsmanagements

Das systematische Anforderungsmanagement muss drei Ziele umsetzen. Die gegebene Komplexität muss reduziert, nicht vermeidbare Komplexität muss beherrscht und Komplexität generell vorsorglich verhindert werden. Das Komplexitätsmanagement beinhaltet verschiedene Methoden, deren Einsatz bereits vorher durch Prozess- und Produktanalysen herausgefunden werden müssen. Auch wenn das gesamte Implementieren des Komplexitätsmanagements genutzt werden soll, ist es ratsam, die zu untersuchenden Bereiche erst einmal einzugrenzen. So lassen sich neue Konzepte schneller umsetzen und Methoden erarbeiten. Zunächst werden im Komplexitätsmanagement Variantenanalysen erstellt, um die Bauteilevielfalt und den Variantentreiber zu identifizieren. Anschließend werden im Informationsmanagement Prozessanalysen durchgeführt, zu denen auch das Untersuchen logistischer Ketten gehört. Es erfolgt eine Kombination mit einer Schnittstellenanalyse, einer SWOT-Analyse und Prozessbenchmarketing. So ist es möglich, die Komplexität der Produkte und der Prozesse zu erkennen.

Das Informationsmanagement beinhaltet auch das Auswerten der Komplexitätstreiber und -ursachen. Es erfolgt über Lösungsalternativen und Variantenstrategien, für die passende Maßnahmen gefunden werden müssen. Der dritte Schritt im Komplexitätsmanagement richtet den Blick in die Zukunft und soll die Varianten vorsorglich vermeiden. Zuerst werden die Methoden und Werkzeuge in einem Beratungsprojekt getestet. Danach erfolgt das Erarbeiten eines Maßnahmenplans im Informationsmanagement. So können alle Ansatzpunkte der Testphase effektiv und schnell in das realistische Komplexitätsmanagement übergehen.

Anforderungsmanagement und seine Vorteile

Das Komplexitätsmanagement bietet innerhalb der ganzen Wertschöpfungsketten Vorteile. Im Einkauf können die Variantenvielfaltskosten leichter identifiziert werden. Die Lieferanten können dazu angehalten werden, für eine gewisse Anzahl verschiedener Teilvarianten und für Basisvarianten Gebote zu machen. Auf dieser Grundlage lassen sich die Kosten stufenweise bei steigender Teilevielfalt besser abschätzen. In der Regel wird schnell klar, dass die Erhöhung der Variantenzahl die Kosten im Durchschnitt um zehn Prozent erhöht.

Im Komplexitätsmanagement zeigt sich, dass das Abschätzen der Komplexitätskosten von Fertigung und Montage jedoch deutlich schwieriger ist. Verschiedene Abhängigkeiten bei den vielen Modellreihen, die im selben Werk oder derselben Fertigungslinie produziert werden, verkomplizieren die genaue Zuordnung der Kostentreiber. Es empfiehlt sich hier im Anforderungsmanagement ein Vorgehen, das sich am Szenario orientiert, um die Kosten abschätzen zu können. Dabei werden genaue Annahmen bezüglich der Rahmenbedingungen vorgegeben. So lässt sich zum Beispiel das echte Potenzial der Kooperationen von gleichen Teilen zu den unterschiedlichen Bauteilen besser feststellen. Wenn in Fertigungslinien Modelle hergestellt werden, für die ein bestimmtes Bauteil erforderlich ist, ist es wenig sinnvoll, dieses Element bei anderen Baureihen bezüglich der Komplexitätsreduzierung herauszunehmen. Das bringt keine reelle Einsparung laut Anforderungsmanagement. Das benötigte Bauteil muss immer noch zur Verfügung stehen, damit sich die Komplexitätsreduzierung der Variante eins vermutlich negativ auf die Komplexität der Variante zwei auswirkt, beispielsweise Forecast-Qualität oder angelieferte Menge.

Es ist nicht nur wichtig, die erforderlichen Komponenten und Teile bereitzustellen und die Frage zu beantworten, ab welcher Höhe der Variantenanzahl im Hinblick auf die Logistik eine Anpassung notwendig ist, sondern auch die Komplexitätsreduktion in der optimierten Planungs- und Prognosequalität muss im Komplexitätsmanagement einbezogen werden. Falls die möglichen Auswahlkriterien im Angebot deutlich eingeschränkt werden können, bietet das für die Produktions- und Absatzprognose viele Vorteile. In Beispielen hat sich erwiesen, dass die Reduzierung der möglichen Konfigurationsvarianten für eine doppelt so stabile Prognosegenauigkeit führt. So kann sich nicht nur der Absatzprozess besser mit dem Händlernetzwerk abstimmen, vielmehr kann auch die Produktionsplanung wesentlich optimiert werden. Darüber hinaus sind auch weitere Steigerungen der Effizienz bei den Produkten möglich, die Qualitätskosten lassen sich verringern.

Viele der genannten Schritte sorgen für deutlich positive Effekte auf die Komplexitätskosten, wenn es um das Reduzieren der Komplexität in den Bereichen Produktion, Einkauf und Lieferkette geht. Hierzu ist ein Mehraufwand an Implementierung erforderlich, der mit einer Software eingegrenzt wird.

Vorteile einer Software für das Komplexitätsmanagement

Wer eine Software im Komplexitätsmanagement nutzt, profitiert von erheblichen Vorteilen. Sie unterstützt effizient bei der Arbeit im Informationsmanagement und Anforderungsmanagement. Des Weiteren hilft sie, immer die Übersicht zu behalten und alle Arbeitsschritte besser organisieren zu können. Eine professionelle Software ist behilflich, Komplexitäten im Unternehmen zu vermeiden oder zumindest ihnen entgegenzuwirken. Das Komplexitätsmanagement ist mit einer geeigneten Software deutlich einfacher. Zudem spart eine Software Zeit ein, was dem Geschäftsführer und seinen Mitarbeitern erlaubt, sich wieder mehr auf ihre Kernaufgaben konzentrieren zu können. Mit der Software für das Komplexitätsmanagement kann die Komplexität der Produktentwicklung und Planung verringert werden. Gleiches gilt für die Produktion, die Logistik und den Vertrieb. Software für das Anforderungsmanagement sorgt dafür, dass die Projekte und Prozesse transparenter gestaltet werden können. So vermeidet das Informationsmanagement auch Fehler. Dies reduziert wiederum das Auftreten von Ausfällen. Die Software für das Komplexitätsmanagement arbeitet auf der Basis von drei wichtigen Pfeilern, und zwar soll die Komplexität reduziert, unvermeidbare Prozesse vermieden und nicht erforderliche Komplexität verhindert werden. Die Maßnahmen der Software für das Komplexitätsmanagement sind systemisch und können branchenübergreifend angewendet werden. Daraus resultieren mehr Ordnung und Betriebssicherheit.

Quellen:
www.coaching-report.de/lexikon/komplexitaetsmanagement.html