Reverse-FMEA

Reverse-FMEADie Qualität der FMEA auf ein höheres Niveau bringen

Stimmt die "theoretische" FMEA überhaupt mit den realen Produktionsbedingungen überein? Mit der Reverse-FMEA (R-FMEA) wird eine Validierung der FMEA durchgeführt. Die tatsächlichen Abläufe in der Produktion werden betrachtet und Abweichungen zur Risikoanalysse identifiziert. Dieses Review erhöht die Qualität der FMEA und führt zu verbesserten, robusteren Produktionsprozessen.

Methode zur Überprüfung der Prozess-FMEA

Um FMEA-Ergebnisse mit realen Situationen zu konfrontieren, wurde die Reverse-FMEA-Methode eingeführt. Sie beschäftigt sich sich nicht mehr nur mit angedachten Fehlerursachen, sondern wird direkt vor Ort am jeweiligen Prozess- bzw. Tätigkeitsschritt durchgeführt. Man kann diese Methode als eine inhaltliche Ergänzung einer Prozess-FMEA sehen, lediglich aus einem anderen Blickwinkel. Um verschiedene Betrachtungsrichtungen zusammenzuführen, wird im Regelfall ein interdisziplinäres FMEA Team inkl. FMEA Moderator eingesetzt. Die Nähe zum Prozess bzw. dem einzelnen Tätigkeitsschritt erlaubt einen Abgleich zwischen den dokumentierten Ergebnissen der Prozess-FMEA und den tatsächlichen Produktionsabläufen.

So validiert die Reverse-FMEA die Leistungsfähigkeit Ihrer Fertigungsprozesse

Bislang gibt es keine verpflichtende normative Forderung bzw. von keinem Branchenverband verbindliche Regeln zur Umsetzung einer Reverse-FMEA. Allerdings verlangen mittlerweile viele OEMs (BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company, Geely Group, General Motors, VW Group uvm.) von ihren Lieferanten die Durchführung einer R-FMEA. Infolgedessen und aufgrund der erwiesenen Effektivität dieser Methode haben Unternehmen begonnen die R-FMEA in ihre bestehenden Prozesse zu übernehmen und entwickeln eigene Herangehensweisen und Regeln.

Es gibt keine spezifische Vorgehensweise für die Durchführung, aber im Allgemeinen definieren die meisten Unternehmen ihre eigene Methodik in ihren FMEA-Standards. Empfohlen wird die Befolgung einer R-FMEA-Checkliste.

Einige Herangehensweisen sind allerdings auch in kundenspezifischen Anforderungen aufgeführt, beispielsweise in den CSR-Vereinbarungen von Ford.

Mit PLATO e1ns lässt sich auch die Reverse-FMEA erfolgreich umsetzen

  • Überprüfung der Arbeitsschritte inkl. Filterfähigkeit für besondere Merkmale durch
    R-FMEA
  • R-FMEA ist eine Checkliste, die P-FMEA- und CP-Daten enthält, wie z.B. Arbeitsschritt (Prozessfunktion), spezielle Prozess- und Produktmerkmale, Gerät/Werkzeug/Ausrüstung, potenzielle Fehlermodi und -ursachen, OD-Zahlen, Vorbeugungs- und Erkennungsmaßnahmen.
  • Das Ergebnis der umgekehrten FMEA wird die aktuelle P-FMEA bestätigen/ändern, indem neue empfohlene Maßnahmen hinzugefügt werden.
  • Der Lessons Learned Prozess von PLATO e1ns aktualisiert die Daten der Familien-/Grundlagen-FMEA aus der R-FMEA (z.B. überarbeitete Maßnahmen, OD-Zahlen, neue empfohlene Maßnahmen).
  • R-FMEA-Aktivitätsbericht
Welches Ziel verfolgt die Reverse-FMEA?

Die FMEA gilt als eines der leistungsstärksten Instrumente zur Risikoprävention. Allerdings wird sie von multidisziplinären Teams in Besprechungsräumen durchgeführt, die ein Brainstorming abseits der Realität des Feldes und realer Fertigungssituationen vornehmen.

Der Zweck der Reverse-FMEA besteht darin, die Annahmen zu validieren, die bei der Erstellung der FMEA getroffen wurden, und zu sehen, ob sie noch ihre Gültigkeit haben. Dabei werden die Beobachtungen aus der Reverse-FMEA in die bestehende Prozess-FMEA aufgenommen und dort weiterverarbeitet. D.h. es werden u.U. neue Fehler und neue Fehlerursachen entdeckt, die auch zu einer Neubewertung von Bedeutung, Vermeidungs- und Entdeckungsmaßnahmen führen können. Dies dient vorrangig dazu, die Prozess-FMEA aktuell zu halten und ein Abbild der tatsächlichen realen Situation zu dokumentieren. Notwendige Maßnahmen sind ebenfalls umzusetzen.

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