Aus der Praxis

Lessons Learned wissensbasiertes Fehlermanagement - Chance zum Vorsprung

Ein häufig unterschätztes Potenzial in Unternehmen ist die Kommunikation von Fehlerwissen über die Betrachtungs- und Abteilungsgrenzen hinaus. Als Transportmittel für ein solch wissensbasiertes Fehlermanagement in globalen Projekten kann die Methode FehlerMöglichkeits- und EinflussAnalyse (FMEA) eingesetzt werden. Dazu ist ein individueller Prozess der FMEA-Erstellung entwickelt und mit Hilfe einer datenbankbasierten Softwarelösung umgesetzt worden. So ist eine „Wissensbasis“ entstanden, die stetig wächst und für die Projektteams eine sehr gute Informationsgrundlage bietet.

Komplexität ist unser Leben

Die Firma Behr GmbH & Co. KG liefert Systemkompetenz für die Klimatisierung und Motorkühlung in Pkws und Nutzfahrzeugen. Die Klimageräte werden in unzähligen Varianten eingebaut und zeichnen sich durch eine hohe Komplexität aus, z.B. kann eine klassische Systemanalyse zu einem Klimagerät bis zu 750 Elemente enthalten:

  • 5 Komponenten & Baugruppen mit insgesamt 53 Einzelteilen (Wärmetauscher, PTC, …)
  • 86 Einzelteile (Aktuatoren, Bowdenzüge, Gehäuse, Kinematiken, Klappen, Sensoren)
  • X-Assembly-, Eigenfertigungs-und Herstellprozesse

 

Zusätzlich bringt die globale Unternehmensstruktur von 9 Entwicklungsstandorten, 22 Produktionswerken sowie 10 Beteiligungsgesellschaften weltweit ca. 16.500 Mitarbeiter zusammen. Um diese Komplexität zu beherrschen und globale Entwicklungsprojekte fristgerecht und mit Erfolg abzuwickeln, hat die Firma Behr ein wissensbasiertes Risiko- und Fehlermanagement der PLATO AG eingeführt.

Von der FMEA-Vorlage zum Wissensmangement in globalen Projekten

Für Automobilzulieferer ist die Methode FMEA als Standard gefordert. Sie analysiert mögliche Fehler, mit dem Ziel, die Ursachen dazu frühzeitig zu vermeiden. Um keine Doppelarbeit zu erzeugen, ist diese Methode als „Transportmittel“ für das Fehlerwissen in globalen Projekten eingesetzt und mit einer datenbankbasierten Softwarelösung der PLATO AG umgesetzt worden:

1. In einem geschützten Bereich werden Basis-FMEAs zu Produktfamilien erstellt. Die Basis-FMEAs können verschiedene Datensätze enthalten:

a. System-, Funktions- und Fehlernetze

b. Spezifikationsdatenblätter

c. FMEA Formblätter

d. Prozessablaufdiagramme und Produktionslenkungspläne

2. Die Basis-FMEAs werden über einen definierten Workflow freigegeben, verteilt bzw. versioniert und archiviert.

3. Wird ein neues Entwicklungsprojekt initiiert, informiert sich der Projektleiter und sein Team frühzeitig über bekannte Fehler, indem die entsprechende Basis-FMEA als Vorlage für die Projekt-FMEA genutzt wird.

4. Diese neue Projekt-FMEA kann in der Arbeitsumgebung beliebig angepasst werden. Neues Fehlerwissen aus dem Projekt, möglichen Design- und Prozessänderungen sowie Reklamationen und 8D-Reports werden hier eingepflegt.

5. Dieses neue Fehlerwissen wird an die FMEA-Vorlage zurückgespiegelt. In regelmäßigen Review-Sitzungen wird entschieden, ob und wie die neuen Erkenntnisse in die Basis-FMEAs einfließen sollen. Danach erfolgt eine erneute Freigabe der Basis-FMEA.

6. Alle FMEA-Verantwortlichen Mitarbeiter, die aus dieser Vorlage eine Projekt-FMEA erzeugt haben, erhalten nun eine Information über die Änderungen und können individuell entscheiden, ob die Änderungen in ihre Projekt-FMEAs einfließen sollen oder nicht.

 

Die Einführung des wissensbasierten Risiko- und Fehlermanagements der PLATO AG war ein sehr umfangreiches und herausforderndes Projekt, da eine einheitliche Vorgehensweise bei der FMEA-Erstellung auf breiter Basis erfolgen sollte. Dies ist über eine gute Vorarbeit hinsichtlich des Prozesses der FMEA-Erstellung sowie der intensiven Ausbildung und Coaching aller Anwender gelungen. Heute existiert eine Wissensbasis, die stetig wächst, eine hohe Akzeptanz bei den Anwendern findet und für die Projektteams eine sehr gute FMEA-Grundlage bietet. Die Softwarelösung SCIO™ der PLATO AG bietet zudem eine hervorragende, systemische Unterstützung zur Erstellung einer System-FMEA, für das Vorlagenmanagement und Lesson‘s Learned aus Entwicklungsprojekten.

Jürgen Heinzelmann, Behr GmbH & Co. KG

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